Was der Geschäftsverteilungsplan regelt
Der Geschäftsverteilungsplan, an vielen Schulen schlicht Aufgabenverteilung genannt, hält fest, wer im Kollegium welche Aufgabe außerhalb des Unterrichts übernimmt: von der Stundenplanung über die Fachvorsitze und die Medienbetreuung bis zur Organisation des Schulfests. Er ist die eine Liste, die beantwortet, wer zuständig ist, und die Grundlage dafür, Entlastungsstunden gerecht zu verteilen.
Die Schulleitung erstellt den Plan; ob und wie das Kollegium beteiligt wird und ob der Personalrat mitwirkt, regelt Ihr Land. In mehreren Ländern muss der Plan für alle im Kollegium einsehbar sein und mindestens einmal im Jahr überprüft werden. Unabhängig von der Rechtslage gilt: Ein Plan, den niemand findet, regelt nichts.
Welche Tätigkeitsfelder gibt es an jeder Schule?
Die Namen unterscheiden sich, die Felder nicht. Eine Liste, die Sie streichen und ergänzen können:
| Bereich | Tätigkeitsfelder |
|---|---|
| Leitung und Organisation | Stellvertretung, Stundenplan und Vertretung, Raumplanung, Schuljahresplanung, Prüfungsorganisation, Statistik und Berichte |
| Unterricht und Fächer | Fachvorsitze, Sammlungen und Fachräume, Lehrmittel, schulinterne Curricula, Leistungsbewertung |
| Beratung und Förderung | Beratungslehrkraft, Förderkoordination, Berufsorientierung, Inklusion, Sprachförderung, Begabtenförderung |
| Schulentwicklung | Steuergruppe, Schulprogramm, Evaluation, Fortbildungsplanung, Qualitätsmanagement |
| Medien und Technik | Medienkonzept, Betreuung der Geräte und Plattformen, Datenschutz, Homepage |
| Schulleben | Schulfest, Projektwoche, Schülervertretung, Schulsanitätsdienst, Bibliothek, Austausche und Fahrten |
| Sicherheit und Gesundheit | Sicherheitsbeauftragte, Brandschutz, Erste Hilfe, Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention |
| Zusammenarbeit | Elternarbeit, Kooperationen mit Betrieben und Vereinen, Übergänge von und zu anderen Schulen, Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren |
Das Muster für den Geschäftsverteilungsplan
Je Tätigkeitsfeld eine Zeile mit Verantwortlichen, Mitwirkenden und Entlastung. Die Beschreibung sagt in einem Satz, was zum Feld gehört; die Aufgaben darunter sind die Checkliste für das Schuljahr.
Geschäftsverteilungsplan der [Name der Schule]
Schuljahr [20xx/xx], Stand [Datum], erstellt von der Schulleitung
Je Tätigkeitsfeld eine verantwortliche Person; Mitwirkende können mehrere sein. Die Entlastung steht beim Feld. Der Plan wird vor den Sommerferien überprüft.
Leitung und Organisation
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Stundenplan und Vertretung | Stundenplan, Vertretungsplan, Raumbelegung | [Name] | [Name] | [Std.] |
| Schuljahresplanung | Terminplan, Konferenztermine, Prüfungstermine | [Name] | [Std.] |
Unterricht und Fächer
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Fachvorsitz [Fach] | Fachkonferenz, schulinternes Curriculum, Lehrmittel, Sammlung | [Name] | [Name] | [Std.] |
Beratung und Förderung
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Berufsorientierung | Praktika, Berufsberatung, Kooperationen mit Betrieben | [Name] | [Name] | [Std.] |
| Förderkoordination | Förderpläne, Nachteilsausgleich, Zusammenarbeit mit Förderschulen | [Name] | [Std.] |
Schulentwicklung
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Steuergruppe | Koordination der Vorhaben, Fortschreibung des Schulprogramms, Evaluation | [Name] | [Namen] | [Std.] |
| Fortbildungsplanung | Fortbildungsbedarf, pädagogische Tage, Nachweise | [Name] | [Std.] |
Medien und Technik
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Medienkonzept und Geräte | Fortschreibung des Medienkonzepts, Ansprechperson für Geräte und Lernplattform | [Name] | [Name] | [Std.] |
| Datenschutz | Verfahrensverzeichnis, Auskunft, Schulung | [Name] | [Std.] |
Schulleben
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Schülervertretung | Beratung der SV, Begleitung der Sitzungen | [Name] | [Std.] | |
| Schulfest und Projektwoche | Planung, Helferkreis, Abrechnung | [Name] | [Namen] | [Std.] |
Sicherheit und Gesundheit
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Sicherheit | Sicherheitsbeauftragte, Brandschutz, Räumungsübung, Erste Hilfe | [Name] | [Name] | [Std.] |
Zusammenarbeit
| Tätigkeitsfeld | Was dazugehört | Verantwortlich | Mitwirkend | Entlastung |
|---|---|---|---|---|
| Ausbildung | Betreuung der Referendarinnen und Referendare, Praktikantinnen und Praktikanten | [Name] | [Namen] | [Std.] |
| Übergänge | Zusammenarbeit mit abgebenden und aufnehmenden Schulen, Tag der offenen Tür | [Name] | [Std.] |
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Nach welchen Regeln wird fair verteilt?
- Jedes Feld hat genau eine verantwortliche Person. Mitwirkende kann es mehrere geben; die Verantwortung teilt sich nicht.
- Jedes Feld hat eine Beschreibung. „Medien“ ist kein Tätigkeitsfeld; „Betreuung der Tablets, Ansprechperson für die Lernplattform, Fortschreibung des Medienkonzepts“ ist eines.
- Entlastung steht beim Feld, nicht bei der Person. So sieht jeder, wofür die Stunden gegeben werden, und die Verteilung lässt sich vergleichen.
- Zeitliche Belastung wird geschätzt, auch ohne Entlastung: ein kleines Feld, ein mittleres, ein großes. Sonst sammeln sich die kleinen Felder bei denselben Personen.
- Der Plan gilt für ein Schuljahr und wird vor den Sommerferien überprüft: Welche Felder sind weggefallen, welche neu, wer gibt ab?
- Der Plan ist für alle einsehbar. Neue Kolleginnen und Kollegen finden darin, wen sie fragen können.
Die Verbindung zum Schulprogramm
Viele Konzepte enthalten ein Kapitel „Zuständigkeiten“, das von der Aufgabenverteilung abgeschrieben ist und nach dem nächsten Schuljahreswechsel nicht mehr stimmt. Besser ist es, wenn das Konzept auf das Tätigkeitsfeld verweist und der Geschäftsverteilungsplan die eine Stelle bleibt, an der Namen stehen. Dann ändert sich mit dem Plan auch das Konzept.