Zum Inhalt springen
Geschäftsverteilungsplan Schule: Muster und Aufgabenverteilung

Aufgabenverteilung und Geschäftsverteilungsplan der Schule: Muster und Regeln

Ein Muster für den Geschäftsverteilungsplan, die Tätigkeitsfelder, die an jeder Schule vorkommen, und die Regeln, nach denen die Verteilung fair und nachvollziehbar wird.

Stand: 2. November 2026 · Alle Themen

Vorlage herunterladen

Geschäftsverteilungsplan als Word-Muster. Zum Anpassen an Ihre Schule, ohne Anmeldung. Sie dürfen die Vorlage in Ihrer Schule frei verwenden.

Word-Datei (.docx)

Die Vorlage steht auch unten auf dieser Seite, zum Lesen und Kopieren.

Was der Geschäftsverteilungsplan regelt

Der Geschäftsverteilungsplan, an vielen Schulen schlicht Aufgabenverteilung genannt, hält fest, wer im Kollegium welche Aufgabe außerhalb des Unterrichts übernimmt: von der Stundenplanung über die Fachvorsitze und die Medienbetreuung bis zur Organisation des Schulfests. Er ist die eine Liste, die beantwortet, wer zuständig ist, und die Grundlage dafür, Entlastungsstunden gerecht zu verteilen.

Die Schulleitung erstellt den Plan; ob und wie das Kollegium beteiligt wird und ob der Personalrat mitwirkt, regelt Ihr Land. In mehreren Ländern muss der Plan für alle im Kollegium einsehbar sein und mindestens einmal im Jahr überprüft werden. Unabhängig von der Rechtslage gilt: Ein Plan, den niemand findet, regelt nichts.

Welche Tätigkeitsfelder gibt es an jeder Schule?

Die Namen unterscheiden sich, die Felder nicht. Eine Liste, die Sie streichen und ergänzen können:

BereichTätigkeitsfelder
Leitung und OrganisationStellvertretung, Stundenplan und Vertretung, Raumplanung, Schuljahresplanung, Prüfungsorganisation, Statistik und Berichte
Unterricht und FächerFachvorsitze, Sammlungen und Fachräume, Lehrmittel, schulinterne Curricula, Leistungsbewertung
Beratung und FörderungBeratungslehrkraft, Förderkoordination, Berufsorientierung, Inklusion, Sprachförderung, Begabtenförderung
SchulentwicklungSteuergruppe, Schulprogramm, Evaluation, Fortbildungsplanung, Qualitätsmanagement
Medien und TechnikMedienkonzept, Betreuung der Geräte und Plattformen, Datenschutz, Homepage
SchullebenSchulfest, Projektwoche, Schülervertretung, Schulsanitätsdienst, Bibliothek, Austausche und Fahrten
Sicherheit und GesundheitSicherheitsbeauftragte, Brandschutz, Erste Hilfe, Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention
ZusammenarbeitElternarbeit, Kooperationen mit Betrieben und Vereinen, Übergänge von und zu anderen Schulen, Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren

Das Muster für den Geschäftsverteilungsplan

Je Tätigkeitsfeld eine Zeile mit Verantwortlichen, Mitwirkenden und Entlastung. Die Beschreibung sagt in einem Satz, was zum Feld gehört; die Aufgaben darunter sind die Checkliste für das Schuljahr.

Geschäftsverteilungsplan der [Name der Schule]

Schuljahr [20xx/xx], Stand [Datum], erstellt von der Schulleitung

Je Tätigkeitsfeld eine verantwortliche Person; Mitwirkende können mehrere sein. Die Entlastung steht beim Feld. Der Plan wird vor den Sommerferien überprüft.

Leitung und Organisation

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
Stundenplan und VertretungStundenplan, Vertretungsplan, Raumbelegung[Name][Name][Std.]
SchuljahresplanungTerminplan, Konferenztermine, Prüfungstermine[Name][Std.]

Unterricht und Fächer

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
Fachvorsitz [Fach]Fachkonferenz, schulinternes Curriculum, Lehrmittel, Sammlung[Name][Name][Std.]

Beratung und Förderung

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
BerufsorientierungPraktika, Berufsberatung, Kooperationen mit Betrieben[Name][Name][Std.]
FörderkoordinationFörderpläne, Nachteilsausgleich, Zusammenarbeit mit Förderschulen[Name][Std.]

Schulentwicklung

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
SteuergruppeKoordination der Vorhaben, Fortschreibung des Schulprogramms, Evaluation[Name][Namen][Std.]
FortbildungsplanungFortbildungsbedarf, pädagogische Tage, Nachweise[Name][Std.]

Medien und Technik

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
Medienkonzept und GeräteFortschreibung des Medienkonzepts, Ansprechperson für Geräte und Lernplattform[Name][Name][Std.]
DatenschutzVerfahrensverzeichnis, Auskunft, Schulung[Name][Std.]

Schulleben

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
SchülervertretungBeratung der SV, Begleitung der Sitzungen[Name][Std.]
Schulfest und ProjektwochePlanung, Helferkreis, Abrechnung[Name][Namen][Std.]

Sicherheit und Gesundheit

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
SicherheitSicherheitsbeauftragte, Brandschutz, Räumungsübung, Erste Hilfe[Name][Name][Std.]

Zusammenarbeit

TätigkeitsfeldWas dazugehörtVerantwortlichMitwirkendEntlastung
AusbildungBetreuung der Referendarinnen und Referendare, Praktikantinnen und Praktikanten[Name][Namen][Std.]
ÜbergängeZusammenarbeit mit abgebenden und aufnehmenden Schulen, Tag der offenen Tür[Name][Std.]

Geschäftsverteilungsplan als Word-Muster herunterladen

Nach welchen Regeln wird fair verteilt?

  1. Jedes Feld hat genau eine verantwortliche Person. Mitwirkende kann es mehrere geben; die Verantwortung teilt sich nicht.
  2. Jedes Feld hat eine Beschreibung. „Medien“ ist kein Tätigkeitsfeld; „Betreuung der Tablets, Ansprechperson für die Lernplattform, Fortschreibung des Medienkonzepts“ ist eines.
  3. Entlastung steht beim Feld, nicht bei der Person. So sieht jeder, wofür die Stunden gegeben werden, und die Verteilung lässt sich vergleichen.
  4. Zeitliche Belastung wird geschätzt, auch ohne Entlastung: ein kleines Feld, ein mittleres, ein großes. Sonst sammeln sich die kleinen Felder bei denselben Personen.
  5. Der Plan gilt für ein Schuljahr und wird vor den Sommerferien überprüft: Welche Felder sind weggefallen, welche neu, wer gibt ab?
  6. Der Plan ist für alle einsehbar. Neue Kolleginnen und Kollegen finden darin, wen sie fragen können.

Die Verbindung zum Schulprogramm

Viele Konzepte enthalten ein Kapitel „Zuständigkeiten“, das von der Aufgabenverteilung abgeschrieben ist und nach dem nächsten Schuljahreswechsel nicht mehr stimmt. Besser ist es, wenn das Konzept auf das Tätigkeitsfeld verweist und der Geschäftsverteilungsplan die eine Stelle bleibt, an der Namen stehen. Dann ändert sich mit dem Plan auch das Konzept.

So löst es Schulprozess

Modul Aufgabenverteilung

Schulprozess kennenlernen
  • Tätigkeitsfelder liegen nach Kategorien geordnet in einer Liste; jedes Feld hat eine Beschreibung, eine verantwortliche Person und die Personen, die daran mitarbeiten.
  • Ein Feld wird gemeinsam bearbeitet oder je Person mit eigener Zuständigkeit; die Lehrkraft sieht ihre eigenen Tätigkeitsfelder auf einen Blick.
  • Ein Tätigkeitsfeld lässt sich einem Konzept des Schulprogramms zuordnen; im Konzept erscheint die Zuständigkeit als Baustein.
  • Der Plan geht als PDF hinaus, und die Schulleitung kann eine öffentliche Ansicht per Link freigeben.
  • Archivierte Felder bleiben nachlesbar; so sieht man im nächsten Jahr, was es gab.

Häufige Fragen

Wer erstellt den Geschäftsverteilungsplan einer Schule?

Die Schulleitung. Ob das Kollegium angehört wird, ob die Lehrerkonferenz zustimmt und ob der Personalrat mitwirkt, regelt Ihr Land. In mehreren Ländern muss der Plan allen im Kollegium zugänglich sein.

Was ist der Unterschied zwischen Geschäftsverteilungsplan und Aufgabenverteilung?

Keiner in der Sache. Geschäftsverteilungsplan ist der Begriff der Verwaltung und mancher Erlasse; Aufgabenverteilung sagen die meisten Schulen. Beide meinen die Liste, wer welche Aufgabe außerhalb des Unterrichts übernimmt.

Wie oft wird der Plan überprüft?

Mindestens einmal im Jahr, am besten vor den Sommerferien, wenn Stundenplan und Entlastungsstunden für das nächste Schuljahr geplant werden. Einige Länder schreiben die jährliche Überprüfung vor.

Gehören Entlastungsstunden in den Plan?

Ja, beim Tätigkeitsfeld. So ist sichtbar, wofür die Stunden gegeben werden, und die Verteilung lässt sich im Kollegium nachvollziehen.